FORS  FORS data service: Study and dataset description
Project # 10265
Study title Schweizer Freiwilligen-Monitor 2010
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- Study description: General information about the project  
- Dataset 2010AC : Befragung zu Art, Umfang, Motiven und Mobilisierungspotentialen der Freiwilligentätigkeit - 2010
FORS ID (study) 10265
Study language D
Institutions Universität Konstanz / Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft, Universitätsstraße 10, DE-78457 Konstanz Deutschland
Authors Markus Freitag (Leitung), Isabelle Stadelmann-Steffen, Richard Traunmüller, Birte Gundelach
Abstract Das Thema Freiwilligkeit hat seit geraumer Zeit Hochkonjunktur. Dies zeigt sich etwa an der Häufigkeit, mit der Freiwilligentätigkeit in den letzten Jahren in den Medien, in politischen Reden und öffentlichen Debatten zur Sprache kommt. Sie wird wahlweise gelobt, beschworen und gefördert oder aber als mangelnd und im Niedergang begriffen beklagt. Es wäre jedoch verfehlt, bei der hohen Aufmerksamkeit, welche dem Thema Freiwilligkeit gegenwärtig von öffentlicher, politischer und zunehmend auch wissenschaftlicher Seite entgegengebracht wird, lediglich von einer flüchtigen Modeerscheinung auszugehen. Vielmehr werden die herausragende soziale, kulturelle sowie politische Bedeutung der Freiwilligkeit und ihr Beitrag für das Funktionieren einer Gesellschaft bereits seit den Analysen von Alexis de Tocqueville diskutiert. Die in der Debatte verwendeten Bezeichnungen variieren zwar – so ist neben Freiwilligentätigkeit auch oft von Freiwilligenarbeit, Ehrenamt, bürgerschaftlichem bzw. zivilgesellschaftlichem Engagement oder bénévolat die Rede. Doch stets sind damit jene zahlreichen Tätigkeiten und Aktivitäten gemeint, in denen Bürgerinnen und Bürger von sich aus – d.h. aus freien Stücken und ohne unmittelbare monetäre Gegenleistung – Zeit und Energie investieren, um Dinge in Bewegung zu bringen, sich für andere Menschen und Organisationen einzusetzen und einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten. Vom Engagement in Sport-, Hobby- und Freizeitvereinen, unentgeltlicher Arbeit im sozialen, gesundheitlichen oder kulturellen Bereich, über die freiwillige Übernahme politischer Ämter bis hin zur gegenseitigen Hilfe unter Nachbarn – die Bandbreite möglicher Formen von Freiwilligentätigkeit ist äusserst gross. Vor diesem Hintergrund ist nicht erstaunlich, dass die Nachfrage nach verlässlichen und fundierten Informationen und Analysen zur Freiwilligkeit gross ist. So ist es für Politiker, Entscheidungsträger und andere öffentliche Akteure zweifellos wichtig zu erfahren, wie es um das Ausmass und den Bestand der Freiwilligkeit überhaupt bestellt ist. Daran anschliessend stellt sich auch die Frage, auf welche Ursachen und Beweggründe sich rege freiwillige Tätigkeit zurückführen lässt und wie sich Bürgerinnen und Bürger gegebenenfalls für die Übernahme freiwilliger Tätigkeiten motivieren und mobilisieren lassen. Gleichwohl stecken die Forschungsbemühungen noch in den Kinderschuhen, was nicht zuletzt auf die lange Zeit nur beschränkte Verfügbarkeit von einschlägigem Datenmaterial zurückzuführen ist. Mit dem Schweizer Freiwilligen-Monitor ist jüngst ein neues Umfrageprojekt ins Leben gerufen worden, welches genau diesem Bedürfnis nach zuverlässiger und umfassender Information zum freiwilligen Engagement in der Schweiz entgegenkommt. Durch den Schweizer Freiwilligen-Monitor, der von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) initiiert und in Zusammenarbeit mit dem Migros-Kulturprozent sowie in Partnerschaft mit dem Bundesamt für Statistik im Jahre 2006 zum ersten Mal durchgeführt worden ist, werden die wenigen bislang bestehenden Datenbestände entscheidend ergänzt und der Auseinandersetzung zum Thema Freiwilligkeit neue Impulse gegeben. Der Freiwilligen-Monitor des Jahres 2009 schliesst an die erste Erhebung an und wartet mit neuen Daten zur Situation der Freiwilligkeit in der Schweiz auf. Erneut ist die Bestandsaufnahme des freiwilligen Engagements in der Schweiz das vorrangige Ziel der Studie, die im Gegensatz zu früheren Untersuchungen neben dem Umfang und der Art auch die Motive und Mobilisierungspotentiale in Bezug auf freiwillige Tätigkeiten aufzeigt. Neben der Fortführung und Replikation wichtiger Indikatoren der ersten Welle wurde mit den Motiven informeller Freiwilligkeit ein neues Themengebiet aufgenommen.
Type Auftragsforschung
Financed by Migros Kulturprozent
Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft - SGG, Schaffhauserstr. 7, 8042 Zürich
Publications (2010) Stadelmann-Steffen, Isabelle; Traunmüller, Richard; Gundelach, Birte; Freitag, Markus: Freiwilligen-Monitor Schweiz 2010. Zürich: Seismo.
  
Dataset
2010AC
Befragung zu Art, Umfang, Motiven und Mobilisierungspotentialen der Freiwilligentätigkeit - 2010
Domains Region, Kanton, Wirtschaftsgebiet, Agglomeration-/Gemeinde-Grösse, Siedlungsart, Jahrgang, Alter, Geschlecht, Anzahl Jahre an jetzigem Wohnort; Nationalität; Anzahl Jahre in der Schweiz; gesprochene Sprache zuhause; Zivilstand; Anzahl und Alter Personen und Kinder in Haushalt; für Hausarbeit hauptsächlich verantwortliche Person; Erwerbsstatus; ausgeübter Beruf (ISCO); berufliche Position; öffentlicher oder privater Sektor; Arbeitsweg; Unterstützung der freiw. Arbeit durch Arbeitgeber; Zugehörigkeit zu Kirche/ Religionsgemeinschaft; Häufigkeit Teilnahme Gottesdienste; Religiosität; Haushaltseinkommen.
 
 
Häufigkeit sozialer Kontakte ausserhalb Arbeit; Vertrauen/Misstrauen gegenüber Menschen im Allg., geg. Verwandten, Freunden, Nachbarn, fremden Personen; politisches Interesse; politische Einstellung Spekturm links-rechts; Motivation Hilfsbereitschaft.
 
 
Freiwilliges Engagement/ Mitgliedschaft in oder Spende für folgende(n) Vereine(n) oder Organisationen letzte 12 Monate: Sportclub/ -verein, Kirche oder kirchennahe Organisation, soziale/karitative/gemeinnützige Institution (Rotes Kreuz, Glückskette), kultureller Verein (Theatergruppen, Fasnachtsvereine), Interessenverband (Berufsverband, Gewerkschaft, Konsumentenschutz, ACS, TCS, Quartiervereine usw.), Menschenrechts-/Umweltverbände, politische Partei, öffentlicher Dienst (Feuerwehr, Samariter, usw.) Spiel-/Hobby-/Freizeit-Vereine, politisches oder öffentliches Amt (Parlament, gewähltes Mitglied einer Kommission, eines Gerichts, Vormund etc.); Ausführung ehrenamtlicher/ freiwilliger Tätigkeit letzte 4 Wochen.
 
Ehrenamtliche T. in Vereinsvorstand/ Stiftungsrat/ Behörde; Ausübung ehrenamtlicher/ freiwilliger Aufgabe/ Arbeit Vergangenheit; von Organisation/ Verein bezüglich freiwilliger T. in Vergangenheit schon angefragt.
 
 
Wenn mehrere: Verein/ Organisation, für welche/n meiste Zeit für freiwillige/ ehrenamtliche T. aufgewendet wird; Anzahl Jahre, die jd dort schon tätig ist; geographische Ausrichtung Tätigkeit; Amt ist eines, in welches man gewählt werden muss oder nicht; Zielgruppe der freiwilligen Tätigkeit: Kinder und Jugendliche, Familien, Behinderte und Pflegebedürftige, ältere Menschen, Zuwanderer, Ausländer, Flüchtlinge, Frauen, Bevölkerung allgemein; Hauptinhalt der Tätigkeit: Hilfeleistungen, Organisation und Durchführung von Hilfsprojekten oder Veranstaltungen, Beratung, pädagogische Betreuung/ Gruppenleitung, Interessenvertretung/ Mitsprache, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltungstätigkeiten, Führungsaufgaben, praktische Arbeiten, Arbeiten zur Verbesserung der Lebensqualität im eigenen Umfeld, Vernetzungsarbeit, Geldbeschafftung (Fundraising) etc.; aufgewendete Zeit für T. letzte 4 Wochen; fixe vs. flexible Zeiteinteilung; zeitliche Ausübung der T.; Zeitliche (Nicht)begrenzung der Tätigkeit; Anzahl freiwilliger Tätigkeiten; Wenn mehrere: welches ist zweit- und drittwichtigste T.; durchschnittlich aufgewendete Zeit für alle Engagements; Nachdenken über Reduktion des Engagements und Gründe.
 
 
Gründe Engagement: woher kam Anstoss für T.; mit welchen Bevölkerungsgruppen hat man Kontakt bei T.; Motivation; verbesserungswürdige Bereiche in Bezug auf Massnahmen, mit welchen freiwilliges Engagement gefördert werden könnte; Verbesserungen, die Staat/ Öffentlichkeit angehen; (Höhe, Angemessenheit) der Vergütung der T.; Interesse an beruflicher Ausübung der Tätigkeit; Zurückerstattung finanzieller Auslagen; Zusammenhang zwischen freiw. und beruflicher T. oder Ausbildung; Anzahl Jahre freiwilliger T. insgesamt.
 
 
Wenn nicht mehr freiw. tätig, wann zuletzt; Bewertung damaliges Engagement aus heutiger Sicht; Gründe für Aufhören; gegenwärtiges oder zukünftiges Interesse an freiw. T. und Bedingungen.
 
 
Freiw. Engagement und Inhalt dessen ausserhalb von Vereinen und Organisationen letzte 4 Wochen; bisheriges solches Engagement; Jahre und Ort der Ausübung dieser T.; T. für bekannte, verwandte oder unbekannte Personen; zeitlicher Aufwand in den letzten 4 Wochen; Motivation; Nachdenken über Einschränkung dieser T. und Gründe dafür.
 
 
Spenden: Kriterien, nach welchen gespendet wird; durchschnittlich pro Jahr aufgebrachtes Geld für Spenden; Bereiche, für welche gespendet wird.
 
Methods Untersuchungsdesign: Querschnittstudie.
 
Grundgesamtheit / Erhebungseinheiten: Gesamtschweizerische Wohnbevölkerung über 15 Jahre, die deutsch, französisch oder italienisch spricht und über einen Festnetz-Telefonanschluss verfügt.
 
Stichprobenbildung / Auswahlverfahren: disproportional geschichtetes Verfahren, Random-Random-Auswahl (innerhalb der Kantone bei den Haushalten mit Telefonanschluss und bei der zu befragenden Person des jeweiligen Haushaltes (Geburtstagsmethode))
 
Bruttostichprobe: 18'000
 
Nettostichprobe: 13'954
 
Realisierte Antworten: 6'490
 
Rücklaufquote: brutto: 36.1% , netto: 46.5%
 
Erhebungsverfahren: CATI Telefon-Interviews, standardisierter Fragebogen: geschlossene und halboffene Fragen.
 
Periode der Durchführung: 14.September - 12. Dezember 2009
 
Data collected by: DemoSCOPE - Research and Marketing, Klusenstrasse 17/18, 6043 Adligenswil
Dokumentation Kurzbeschreibung des Forschungsprojektes (d), Methodenbericht (d), ISCO Zusatzinformationen (Text (d) und Excelfile), Fragebogen (d, f, i).
N of Cases 6490
Variables 445
Format SPSS.por
Status general checks of data and documentation completed
Access (1) Anonymisierte Version: allgemeine Bedingungen. (2) Version mit Postleitzahl: vorgängige Zustimmung durch FORS erforderlich. Es gelten spezielle Bedingungen.
Informations Die erste Erhebung des Freiwilligenmonitors wurde 2006 durchgeführt. Diese Daten sind ebenfalls bei FORS erhältlich (ID 8931).